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Arbeitskleidung
"Während Arbeits- und Sicherheitskleidung früher extra angefertigt oder zeitaufwändig über einen Spezial-Katalog bestellt werden musste, kann dies heute problemlos online erledigt werden." Diese Aussage trifft den Kern, ist aber immer noch zu allgemein, vor allem wenn es um spezielle Schutzkleidung geht. Arbeitshosen für den Strahlenschutz müssen zum Beispiel besondere Kriterien erfüllen, die nicht jede Bekleidungsfirma gewährleisten kann.
In Deutschland ist wirkungsvoller Strahlenschutz vor allem in den Röntgenabteilungen der Krankenhäuser notwendig und vorgeschrieben, wobei von den Röntgenassistenten inzwischen bleifreie Schürzen und Kittel bevorzugt werden, die Haut und innere Organe vor direkter Strahlung schützen. Ist der Körper zu lange dieser Strahlung ausgesetzt, entstehen langfristige Verbrennungen und Schädigungen des Zellgewebes, was zum Ausbruch von Krebserkrankungen führen kann.
Bleischürzen waren jahrelang der einzige Schutz vor gefährlicher Röntgenstrahlung. Inzwischen wird Silberfäden die gleiche Wirkung zugesprochen. Außerdem konnte im Zuge des Fortschritts der medizinischen Diagnostik die Strahlenbelastung immer weiter vermindert werden. Röntgenstrahlen finden auch in der Werkstoffprüfung Anwendung, so zur Schweißnahtkontrolle bei Brücken und anderen Großprojekten.
Sollten Sie sich in gefährdeten Gebieten mit radioaktiver Strahlung aufhalten (müssen) oder in einem Kernkraftwerk arbeiten, brauchen Sie sich über Ihre strahlensichere Arbeitskleidung keine Gedanken zu machen, denn diese bekommen Sie vom Arbeitgeber gestellt. Wenn es um Kernspaltung geht, bekommt der Spruch vom "Kern des Pudels" eine ganz andere, gewichtigere Bedeutung. Im Moment wird weltweit gezielt an der Umstellung von Kernenergie auf erneuerbare Energie gearbeitet.

